Käthe Bütow (1867-1948)
Antonie Marie Catharine Bütow (geb. Korte) wurde am 18. November 1867 in Magdeburg geboren. 1888 heiratete sie den Ingenieur Alexander Carl Lorenz Hans Bütow. Es ist nicht bekannt, dass das Paar Kinder hatte. Laut Adressbuch von 1924 war Käthe Bütow zu diesem Zeitpunkt verwitwet und wohnte in der Erzberger Straße 3.
Käthe Bütow war in der bürgerlichen Frauenbewegung in Magdeburg aktiv. 1927 organisierte sie unter anderem zusammen mit Helene Schneidewin und Elisabeth Rackow die Mitteldeutsche Frauenwoche in Magdeburg, ein Treffen zahlreicher bürgerlicher Frauenvereine aus der Region.
Käthe Bütow kandidierte zur ersten Stadtverordnetenwahl 1919 in Magdeburg, erhielt jedoch kein Mandat. Sie wurde jedoch als Bürgerin in die Gesundheitskommission gewählt. 1924 war ihre Kandidatur für die Bürgerliche Einheitsliste (Listenplatz 11) erfolgreich. Käthe Bütow wurde Mitglied im Wahlausschuss, im Ausschuss zur Auswahl der Schöffen und Geschworenen und im Hauptausschuss des Wohlfahrtsamts. Am 17. November 1929 wurde sie wiedergewählt (Listenplatz 14). Sie arbeitete neben den oben genannten Ausschüssen auch in der Gesundheitskommission und in mehreren Verwaltungsvorständen öffentlicher Einrichtungen mit. Als Berichterstatterin tritt sie in den Protokollen der Stadtverordnetenversammlung vor allem in Ruhestandsangelegenheiten und bezüglich der Gewährung von Witwen- und Waisengeld für Einzelpersonen in Erscheinung.
1933 kandidierte sie nicht mehr, trat aber bei mindestens einer Frauenversammlung für die Teilnahme von Frauen am politischen Geschehen ein. Über ihren Lebensweg während des Nationalsozialismus ist nichts bekannt. Käthe Bütow starb am 8. Juni 1948 in Magdeburg.
Quellen:
- Stadtarchiv Magdeburg: Rep. 18/4 Bü 67-75 Protokollbücher der Stadtverordnetenversammlung 1924-1933; Heiratsurkunde Nr. 152/1888
- Adressbuch der Stadt Magdeburg 1924
- Magdeburger Generalanzeiger
- Programm der Mitteldeutschen Frauenwoche, Juni 1927
