Helene Domann (geb. 1871)
Helene Domann (geb. Neuspahn) wurde am 14. Dezember 1871 in Dorst geboren. Sie war mit dem Steingutmacher Otto Domann verheiratet und vierfache Mutter. Die Familie wohnte in der Siedlungsstraße 10.
Die Sozialdemokratin Helene Domann kandidierte zur ersten Stadtverordnetenwahl in Neuhaldensleben am 23. Februar 1919 auf dem 18. Listenplatz der SPD. Als gewählte Stadtverordnete war sie Mitglied im Ausschuss für die Einrichtung einer Mädchenfortbildungsschule und Armendeputierte. Es ist überliefert, dass sie sich in der Stadtverordnetenversammlung für die Unterstützung von Familien von Kriegsgefangenen einsetzte.
Nach Ende der Wahlperiode 1924 trat Helene Domann nicht erneut zur Stadtverordnetenwahl an. Sie blieb jedoch kommunalpolitisch aktiv; so ist nachweisbar, dass sie 1930 dem Fürsorgeausschuss Neuhaldenslebens angehörte.
Quelle:
- Kreis- und Stadtarchiv Haldensleben: IV 1684, Stadtverordnetenwahl am 23. Februar 1919; IV 1202 Berichte über die Stadtverordnetenversammlung 1919–1927; Hausstandskarte/Stadt Neuhaldensleben/Otto Domann
