Luise Panitz (geb. 1883)

Martha Pauline Luise Panitz wurde am 23. Februar 1883 in Magdeburg geboren. Sie war unverheiratet und lebte zusammen mit ihrer Mutter am Domplatz 2. Sie arbeitete als „Bürogehilfin“.

Zur ersten Stadtverordnetenwahl 1919 war Luise Panitz die bestplatzierte Frau (Platz 3) auf der Liste der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD). Sie erhielt direkt ein Mandat. Als gewählte Stadtverordnete war sie in mehreren Fachbereichen tätig; sie war unter anderem Mitglied der Gartenbau-Deputation, der Einquartierungs-Deputation, des Verwaltungs-Ausschusses des Wohlfahrtsamts, der Armendirektion und des Wahlausschusses. Ab 1923 vertrat sie außerdem die Interessen von Mieter:innen im Mieteinigungsamt. Im Winter 1919 schloss sie sich überparteilich mit den Stadtverordnetenkolleginnen Lisa Bader (SPD), Franziska Grube, Klara Siedentopf und Marie Baltzer (alle DDP) zu einem Antrag zusammen, in dem sie forderten, die Versorgung der Bevölkerung mit Brennstoffen zu verbessern. Sie trat einige Male als Berichterstatterin in der Stadtverordnetenversammlung in Erscheinung.

Nach Ablauf der Wahlperiode 1924 schied Luise Panitz aus dem Stadtparlament aus. Sie kandidierte nicht erneut. Ihr weiterer Lebensweg und ihr Sterbedatum sind unbekannt.

 

Quellen:
- Stadtarchiv Magdeburg Geburtsurkunde Nr. 568/1883; Rep. 18/4 Bü 64-67 Protokollbücher der Stadtverordnetenversammlung 1919-1924
- Adressbuch der Stadt Magdeburg 1919

Letzte Änderung: 10.09.2025 -
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