Antke Fiedler (1884-1974)
Antke Fiedler (geb. Dykmann) wurde am 3. Dezember 1884 in Borkum geboren. Sie heiratete 1907 den Dreher und späteren Postassistenten Richard Fiedler in Merseburg. Sie bekamen drei Kinder. Ab 1926/27 wohnte die Familie im Eigenheim in der Lindenaustraße 34. Dort nahmen Antke und Richard Fiedler 1927 vier an Tuberkulose erkrankte Waisenkinder in Pflege.
Antke und Richard Fiedler waren in der Sozialdemokratischen Partei (SPD) aktiv. Antke Fiedler kandidierte erstmalig zur Stadtverordnetenwahl 1924 auf Listenplatz 6. Da die SPD jedoch nur fünf Sitze errang, verpasste sie knapp den Einzug ins Stadtparlament. Zur nächsten Wahl 1929 stand sie auf dem Listenplatz 5 und erhielt ein Stadtverordnetenmandat. Richard Fiedler wurde im Dezember 1929 von der SPD als unbesoldeter Stadtrat vorgeschlagen. Da die Partei keine Mehrheit im Parlament hatte, war dieser Wahlvorschlag nicht erfolgreich.
Antke Fiedler war in der Wohlfahrtsdeputation, in der Deputation der Allgemeinen Verwaltung, in der Krankenhausdeputation und für die Kleinkinderbewahranstalten tätig. Von ihr sind keine Wortbeiträge in den Protokollen der Stadtverordnetenversammlung überliefert.
1933 schied sie aus der Stadtverordnetenversammlung aus. Über ihren weiteren Lebensweg ist nichts bekannt. Antke Fiedler starb am 5. April 1974 in Merseburg.
Quellen:
- Stadtarchiv Merseburg: Personenauskunft; Sterberegister Nr. 321/1974; Heiratsregister Nr. 167/1907; Hausakte Lindenaustraße 34, XXV B 1911; K 1264 und K 1265 Niederschriften der Stadtverordnetenversammlung 1929 und 1930
