Marie Bischoff (o.D.)
Marie Bischoff war Lehrerin und stellvertretende Schuldirektorin. Sie wohnte unter der Adresse Großer Berlin 9. Ihre Lebensdaten konnten nicht ermittelt werden.
Marie Bischoff kandidierte 1919 zu beiden Kommunalwahlen für die Deutsche Demokratische Partei (DDP) zuerst auf Platz 35, bei der Wiederholungswahl auf Platz 28. Sie erhielt jedoch kein Mandat. 1920 kandidierte sie außerdem erfolglos für den Reichstag. Für die Wahl am 17. November 1929 kandidierte sie auf Platz 34 für die Liste der Bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft, ein Zusammenschluss bürgerlicher Parteien. Sie selbst trat für die Deutsche Staatspartei, die Nachfolgepartei der DDP an. Im April 1931 rückte sie ins Stadtparlament nach. Sie wurde in den Rechnungs-Revisionsausschuss, Schulausschuss, Theater-Ausschuss und Wahlausschuss gewählt. 1933 trat sie nicht erneut an. Bei einer Veranstaltung des Stadtverbands Hallischer Frauenvereine, der sich dafür einsetzte, dass Frauen sich trotz des politischen Rechtsrucks weiterhin engagierten, erläuterte sie ihre Tätigkeit im Stadtparlament. Über ihren weiteren Lebensweg ab 1933 ist bisher nichts bekannt.
Quellen:
- Stadtarchiv Halle: A 2.44 Nr. 3 Band 15 Sitzungsberichte 1932
- Courage e.V. Halle (Hg.): "Der Staat ist, was seine Frauen sind". Hallenser Parlamentarierinnen in der Zeit der Weimarer Republik (1918–1933), Halle/Saale 2003, S. 76
- Frauenzeitung für die Provinz Sachsen (Beilage der Hallischen Nachrichten), 1.3.1933
