Irmgard Knaak (1888-1968)

Irmgard Klara Anna Karoline Knaak (geb. Küster) wurde am 31. August 1888 in Saabor (Kreis Grünberg/Schlesien) geboren. Sie ließ sich zur Lehrerin ausbilden und heiratete 1912 in Berlin den Generaldirektor der Magdeburgischen Feuersozietät Johannes Otto Paul Knaak. Mit ihm zog sie nach Magdeburg. Ob das Paar Kinder hatte, konnte nicht ermittelt werden. Sie wohnten in der Duvigneaustraße 10.

Irmgard Knaak wurde am 12. März 1933 für die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot als Stadtverordnete gewählt. Sie hatte auf dem vierten Listenplatz des Zusammenschlusses der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) und des Stahlhelms kandidiert. Diese arbeitete auf Reichsebene schon mit der NSDAP zusammen, war also dezidiert rechtsradikal ausgerichtet. Nach dem Verbot der SPD im Juni 1933 nahm sie als einzige Frau regelmäßig bis Jahresende 1933 an den Stadtverordnetenversammlungen teil. Sie wurde in mehrere Verwaltungsausschüsse öffentlicher Einrichtungen gewählt. Mit Jahresende 1933 wurde das Stadtparlament aufgelöst und durch ein von der NSDAP eingesetztes Ratsgremium ersetzt. Über Irmgard Knaaks weiteren Lebensweg ist nichts bekannt. Sie starb am 31. Juli 1968 in Berlin.

 

Quellen:
- Stadtarchiv Magdeburg: Rep 18/4 Bü 316 Verzeichnis der Mitglieder der Stadtverordneten-Versammlung
- Landesarchiv Berlin: Heiratsregister der Berliner Standesämter, Charlottenburg B Nr. 397/1912; Sterberegister der Berliner Standesämter Nr. 1945/1968

Letzte Änderung: 09.09.2025 -
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