Klara Siedentopf (geb. 1885)
Klara Emilie Siedentopf wurde am 8. Oktober 1885 in Magdeburg geboren. Ihr Vater war Sekretär des städtischen Magistrats. Klara Siedentopf war zum Zeitpunkt ihres kommunalpolitischen Engagements unverheiratet und lebte in der Kaiserstraße 29 (heutige Otto-von-Guericke-Straße). Sie leitete die Geschäftsstelle des Verbandes der weiblichen Handels- und Büroangestellten in Magdeburg.
Zur ersten Stadtverordnetenwahl in Magdeburg kandidierte sie auf Platz 25 für die Deutsche Demokratische Partei (DDP). Sie erhielt nicht direkt ein Mandat, aber rückte im Mai 1919 ins Stadtparlament nach. Sie war im Teuerungs-Ausschuss und im Vorstand der kaufmännischen Fortbildungsschule tätig. Sie setzte sich im Winter 1919 zusammen mit Stadtverordnetenkolleginnen für die Ausstattung der Bevölkerung mit Brennmaterial ein. In den Protokollbüchern der Stadtverordnetenversammlung tritt Klara Siedentopf darüber hinaus nicht in Erscheinung. Nach Ablauf der Wahlperiode schied sie aus dem Stadtparlament aus und kandidierte nicht erneut. Während der 1930er Jahre arbeitete Klara Siedentopf als kaufmännische Angestellte. Auch 1950 ist sie noch im Magdeburger Adressbuch auffindbar. Ihr Sterbedatum ist unbekannt.
Quellen:
- Stadtarchiv Magdeburg: Geburtsurkunde Nr. 1122/1885; Rep. 18/4 Bü 316 Verzeichnis der Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung; Rep. 18/4 Bü 64-67 Protokollbücher der Stadtverordnetenversammlung 1919-1924
- Adressbuch der Stadt Magdeburg, 1930, 1935, 1950
