Luise Bittorf (1890-1971)
Anna Luise Bittorf (geb. Sellen) wurde am 27. März 1890 in Berlin geboren. Sie war Schneiderin von Beruf und mit dem Lagerhalter Max Bittorf verheiratet. Das Paar lebte in der Babelsberger Straße 20. Ob sie Kinder hatten, konnte nicht ermittelt werden.
Luise Bittorf zog mit der Wahl am 17. November 1929 für die Sozialdemokratische Partei (SPD) in die Magdeburger Stadtverordnetenversammlung ein. Sie war schon mindestens seit 1923 als Vertreterin der Mütter in der Kreishebammenstelle tätig und hatte bereits 1924, allerdings erfolglos, für die SPD kandidiert. Als gewählte Stadtverordnete war sie ab 1929 im Haushaltsausschuss, Eingaben-Ausschuss, Rechnungsausschuss, Ausschuss zur Errichtung von Kleinwohnungen, sowie im Vorstand der städtischen Haushaltungs- und Gewerbeschule tätig. Außerdem war sie Mitglied im Verwaltungsausschuss für öffentliche Büchereien und 1932 wurde sie in die Deputation des Wohnungsamtes gewählt. Aus dem Haushaltsausschuss berichterstattete sie mehrfach.
1933 kandidierte sie (auf Listenplatz 27) erneut für die SPD, erhielt aber kein Mandat. Über ihren weiteren Lebensweg ist nichts bekannt. Luise Bittorf starb am 26. Juni 1971 in Wernigerode.
Quellen:
- Stadtarchiv Magdeburg: Personenkartei Luise Bittorf; Rep. 18/4 I 11 Angelegenheiten der Stadtverordneten 1933; Rep. 18/4 Bü 72-75 Protokollbuch der Stadtverordnetenversammlung 1929-1933
