Marie Schröter (o.D.)
Die Kommunistin Marie Schröter rückte erstmalig Anfang 1925 in das Wittenberger Stadtparlament ein. Sie hatte zuvor auf dem neunten Listenplatz der KPD kandidiert und den Einzug ins Stadtparlament knapp verpasst. 1929 wurde sie wiedergewählt, dieses Mal hatte sie die Kommunistische Partei für den zweiten Listenplatz nominiert. Zwischen 1925 und 1933 war sie die einzige Frau im Wittenberger Stadtparlament. Sie war verheiratet und wohnte unter der Adresse Große Friedrichstraße 45.
Als gewählte Stadtverordnete war Marie Schröter in mehreren Kommissionen und Ausschüssen vertreten: in der Brennmaterialien-Kommission, in der Gesundheits-Kommission, im Wohnungs-Ausschuss und in der Hebammenstelle. Mit mehreren weiteren Stadtverordneten unterschiedlicher Parteien forderte sie 1932 die Einberufung einer außerordentlichen Sitzung, um den Vorfall einer Ausschreitung mit zwei Toten während einer Demonstration der Eisernen Front am 15. Juli 1932 in Wittenberg aufzuklären.
Weiteres ist über Marie Schröter nicht bekannt. Ihre Lebensdaten konnten nicht ermittelt werden.
Quellen:
- Stadtarchiv Wittenberg: Verwaltungsberichte der Stadt Wittenberg für die Jahre 1924 bis 1929; III 127, Anträge der kommunistischen Fraktion 1926-1932; 136/100 Wahl und Einführung der Stadtverordneten 1918-1933
