Emma Bach (o.D.)

Die Sozialdemokratin Emma Bach war Hausfrau und wohnte in der Leopold-Kellstraße 22. Ihre Lebensdaten und familiären Verhältnisse sind nicht bekannt.
Vermutlich war Emma Bach die Initiatorin einer sozialdemokratischen Frauenversammlung in Weißenfels im Jahr 1909, bei der über die Lohnungleichheit von Frauen und Männern diskutiert und nach politischen Lösungen gesucht wurde.
Emma Bach kandidierte zur ersten Stadtverordnetenwahl am 23. Februar 1919 als bestplatzierte Frau auf der Liste der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und erhielt ein Mandat. Als gewählte Stadtverordnete war sie in der Abteilung für Gesuche und Geschäftsordnung, in der Abteilung für Armensachen und in der für Schlussrechnungswesen tätig.
Bei der Wahl am 4. Mai 1924 war Emma Bach, hier unter der Berufsangabe "Weißnäherin", auf Platz 31 der sozialdemokratischen Liste äußerst schlecht platziert. Sie erhielt in Folge kein weiteres Stadtverordnetenmandat. 1921 hatte sie außerdem erfolglos für den Provinziallandtag kandidiert. Über Emma Bachs weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.

 

Quellen:
- Weißenfelser Tageblatt
- Stadtarchiv Weißenfels: A II 904 Stadtverordneten-Versammlung (Beschlüsse) 1919/1
- A. Schmiedecke: Eine Frauenversammlung vor 50 Jahren, in: Weißenfelser Heimatbote,, 5. Jg., März 1959, S. 51-52

Letzte Änderung: 29.09.2025 -
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