Emma Milius (1900-1959)

Emma Milius wurde am 19. Mai 1900 in Schönebeck geboren und wuchs in einer Arbeiterfamilie auf. Sie trat vermutlich als 25-Jährige in die Kommunistische Partei (KPD) ein und wurde auch Mitglied im Rotfrontkämpferbund und im Roten Frauen- und Mädchenbund. Im Juni 1932 wurde sie als bestplatzierte Frau auf der KPD-Liste (Listenplatz 3) in die Stadtverordnetenversammlung Schönebecks gewählt. Sie wohnte zu diesem Zeitpunkt in der Leipzigerstraße 57. Über ihre Tätigkeit im Stadtparlament ist nichts Genaueres bekannt. Sie soll sich besonders für Frauen und Erwerbslose eingesetzt haben. Zur Stadtverordnetenwahl am 12. März 1933 trat Emma Milius erneut für die KPD an. Während des Nationalsozialismus soll sie im politischen Widerstand aktiv gewesen und 1937 zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt worden sein. Nach 1945 setzte Emma Milius ihr politisches Engagement fort, sie trat der Sozialistischen Einheitspartei (SED) bei und war Mitglied in der SED-Kreisleitung. Sie starb am 4. Juli 1959.

 

Quelle: Im Geiste Lenins: aus dem Leben von Kämpfern der Arbeiterbewegung des Kreises Schönebeck, herausgegeben von der Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung beim Sekretariat der Kreisleitung der SED Schönebeck (Elbe) und Abteilung Volksbildung beim Rat des Kreises Schönebeck (Elbe), o.O. 1970, S. 26f.

Letzte Änderung: 30.04.2026 -
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