Sophie Seiffert (1872-1945)

Sophie Seiffert wurde am 1. März 1872 in Cottbus geboren. Ihr Vater war der Gymnasial-Professor Ernst Seiffert. Sie selbst besuchte das Lehrerinnenseminar in Liegnitz (Schlesien/heute Polen) und erwarb die Befähigung für den Unterricht an mittleren und höheren Mädchenschulen sowie als Handarbeits- und Turnlehrerein. 1894 kam sie nach Naumburg, wo sie Lehrerin an der höheren Mädchenschule wurde. 1907 wechselte sie an die gehobene Bürgerschule in Naumburg, die später zur sogenannten Mittelschule wurde, wo sie auch Englisch unterrichtete. Sophie Seiffert blieb unverheiratet. 1917 bekam sie die Vormundschaft für ein drei Monate altes Kind zugesprochen. Sie wohnte unter der Adresse Kirschberg 6.
Zur ersten Stadtverordnetenwahl in Naumburg am 2. März 1919 kandidierte Sophie Seiffert für die bürgerlich-liberale Liste des Bürgerausschusses auf Platz 16. Sie zog zusammen mit der besser platzierten Antonie Ahringsmann ins Stadtparlament ein. In den Protokollen der Stadtverordnetenversammlung tritt sie nicht in Erscheinung. Nach Ablauf der Wahlperiode kandidierte sie nicht erneut. Über ihren weiteren Lebensweg ist lediglich bekannt, dass sie im März 1930 in den Ruhestand ging. Sophie Seiffert starb am 1. Dezember 1945 in Naumburg.

 

Quellen:
- Naumburger Tageblatt
- Stadtarchiv Naumburg: Personenauskunft; Personalakte

Letzte Änderung: 24.09.2025 -
Ansprechpartner: Webmaster