Anna Berenbruch (1889-1961)
Anna Berenbruch (geb. Rüth) wurde am 11. Mai 1889 in Neesen (Kreis Minden) geboren. Sie heiratete 1915 in Dessau den Vermessungsrat Wilhelm Berenbruch. 1925 wohnte das Ehepaar in der Antoinettenstraße 19. Es hatte keine Kinder. Anna Berenbruch war ausgebildete Lehrerin und die Vorsitzende des Köthener Hausfrauenbundes.
Im Mai 1925 rückte sie für die bürgerliche "Städtische Einheitsliste" in die Stadtverordnetenversammlung nach. Sie übernahm die Posten ihres Vorgängers in der Baudeputation, Park-, Friedhof- und Bade-Deputation sowie der Theater-Deputation. Sie wurde außerdem in den Ausschuss für das Fürsorgewesen gewählt. Am 27. November 1927 kandidierte sie erneut auf Listenplatz 6 und erhielt ein weiteres Mandat. Zusätzlich wurde sie in dieser Wahlperiode in den Schulvorstand der Berufsschule gewählt.
Als Vorsitzende des Hausfrauenbunds stand sie für ein bürgerlich-konservatives Frauenbild, bei dem sich das fürsorgerische Handeln und Erziehen der Hausfrau und Mutter an der Erhaltung der "Nation" orientierte.
Anna Berenbruch starb am 13. Oktober 1961 in Köthen.
Quellen: Stadtarchiv Köthen: 0/774/G34 Wahl der Abteilungen und Deputationen des Gemeinderats, Sterbebuch Köthen 1961 011.3/90, Todesanzeigen 1961 10/748/F124; Adressbuch der Stadt Köthen 1925, Teil I, S. 9; „12 Jahre Köthener Hausfrauenbund“, in: Köthensche Zeitung, 11.02.1931, S. 3.
