Minna Binner (1876-1921)

Minna Binner (geb. Schmidt) wurde am 15. Oktober 1876 in Förderstedt geboren. 1899 heiratete sie den Böttcher Karl Binner, mit dem sie zwei Töchter bekam. Die Familie lebte in der Schillerstraße 30. 1919 zog sie für die Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) in die Stadtverordnetenversammlung Halle ein. Sie hatte zur ersten Wahl am 2. März sowie zur Wiederholungswahl am 27. April 1919 auf dem fünften Listenplatz kandidiert. Sie war zusammen mit Hedwig Krüger im USPD-Kreisvorstand aktiv.
Als gewählte Stadtverordnete setzte sich Minna Binner für die Versorgung der notleidenden Bevölkerung, für eine gute Säuglingsfürsorge und gegen die Wohnungsnot ein. Sie war unter anderem Mitglied im Haushaltsausschuss, Petitionsausschuss, Theaterausschuss und in der Gesundheitskommission.
Mit dem Wegzug aus Halle schied Minna Binner im Juli 1920 aus der Stadtverordnetenversammlung aus.
Minna Binner starb am 18. April 1921 in der Frauenklinik Halle.

 

Quellen:
- Courage e.V. Halle (Hg.): "Der Staat ist, was seine Frauen sind". Hallenser Parlamentarierinnen in der Zeit der Weimarer Republik (1918–1933), Halle/Saale 2003, S. 8-10
- Adressbuch der Stadt Halle, 1918
- Stadtarchiv Halle: Sterberegister A 2.12/S/1921/2 Nr. 762

Letzte Änderung: 30.09.2025 -
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