Marie Schmidt (o.D.)

Über die "Hausfrau" Marie Schmidt ist nur wenig bekannt. Sie wohnte in der Wilhelmstraße 7 und kandidierte zum ersten Mal am 2. März 1919 für die Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) für das Hallische Stadtparlament. Sie stand auf dem 16. Listenplatz und wurde gewählt, wie auch bei der Wiederholungswahl am 27. April 1919, für die sie auf Platz der USPD-Liste stand. Marie Schmidt war in zahlreichen Fachbereichen tätig; sie war Mitglied im Schulausschuss des Lyzeums und der Städtischen Frauenschule, in der Gesundheits-Deputation, im Rechnungsrevisionsausschuss, im Haushalts-Ausschuss, im Kleinwohnungsausschuss, im Sozialisierungsausschuss und in der Deputation zur Beaufsichtigung der Freibäder. Im August 1919 kandidierte sie auch für den Preußischen Landtag, jedoch erfolglos. Wegen Wegzug auf Halle schied sie im November 1920 aus der Stadtverordnetenversammlung aus. Ihre Lebensdaten konnten nicht ermittelt werden.

 

Quellen:
- Stadtarchiv Halle: A 2.44 Nr. 3 Bd. 3 Sitzungsprotokolle 1920
- Courage e.V. Halle (Hg.): "Der Staat ist, was seine Frauen sind". Hallenser Parlamentarierinnen in der Zeit der Weimarer Republik (1918–1933), Halle/Saale 2003, S. 81

Letzte Änderung: 16.09.2025 -
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