Marie Gessing (1885-1950)

Anna Marie Gessing (geb. Krietsch) wurde am 8. Juli 1885 in Halle geboren. 1908 heiratete sie den Arbeiter Richard Gessing. Das Paar bekam zwei Kinder, die bei der Geburt starben. Sie wohnten in der Hackebornstraße 5.

Marie Gessing kandidierte am 2. März 1919 erstmalig für das Hallische Stadtparlament. Sie stand auf der Liste der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) auf Platz 50 und erhielt kein Mandat. Auch bei der Wiederholungswahl kandidierte sie (Platz 46) zunächst erfolglos. Im Februar 1922 rückte sie ins Stadtparlament nach. Über ihre Tätigkeit als Stadtverordnete ist nichts bekannt. Marie Gessing kandidierte zu den Kommunalwahlen 1924 und 1929 erneut, nun für die Kommunistische Partei (KPD), erhielt jedoch kein Mandat mehr. Sie starb am 26. Februar 1950 in Halle.

 

Quellen:
- Stadtarchiv Halle: Heiratsurkunde Nr. 671/1908; Sterbeurkunde Nr. 637/1950; Sterbeurkunde Nr. 930/1921; Sterbeurkunde 383/1922
- Courage e.V. Halle (Hg.): "Der Staat ist, was seine Frauen sind". Hallenser Parlamentarierinnen in der Zeit der Weimarer Republik (1918–1933), Halle/Saale 2003, S. 77

Letzte Änderung: 02.10.2025 -
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