Emilie Henze (o.D.)
Emilie Henze war verheiratet und wohnte in der Stiftstraße 59 in Bernburg. Sie verpasste als Fünftplatzierte auf der Liste der Kommunistischen Partei (KPD) 1924 zunächst den Einzug ins Bernburger Stadtparlament. Sie rückte jedoch Anfang 1927 nach. Im November 1927 wurde sie als Kandidatin auf dem vierten Platz der KPD-Liste wiedergewählt. Sie war Mitglied der Schlachthof-Deputation und des Kuratoriums der Schulzahnklinik. Im Februar 1929 legte sie ihr Mandat nieder.
Sie hatte auch mehrfach für den Anhaltischen Landtag kandidiert und erhielt im Mai 1924 ein Mandat. Aufgrund von Neuwahlen war sie jedoch nur wenige Monate lang Landtagsabgeordnete und war im Rechnungsausschuss tätig. Weiteres ist über Emilie Henze nicht bekannt. Ihre Lebensdaten konnten nicht ermittelt werden.
Quellen:
- Stadtarchiv Bernburg: 06-0783 Gemeinde-Ratsprotokolle 1928–1930; 06-0694 Öffentliche Gemeinderatssitzungen 1927–1933
- Stolze, Elke: Die weiblichen "Herren Abgeordneten". Politikerinnen der Region Sachsen-Anhalt 1918-1945, Halle/Saale 2007, S. 89
