Frieda Wimmer (1868-1949)

Frieda Amalie Hedwig Wimmer (geb. Cumme) wurde am 20. Juli 1868 in Glogau (Schlesien/heutiges Polen) geboren. Sie war die Tochter eines Oberstleutnants. 1905 heiratete sie den Chemiker an der Herzoglichen Versuchsstation Prof. Dr. Gustav Adolf Wimmer. Sie wohnte in der Kaiserstraße 23 (heutige Friedensallee). Über Kinder ist nichts bekannt. 
Frieda Wimmer war durch ihre gesellschaftliche Stellung und ihr Engagement im Vaterländischen Frauenverein im bürgerlichen Milieu der Stadt Bernburg bekannt und angesehen. 1920 wurde sie zur ersten Vorsitzenden der Ortsgruppe des Vaterländischen Frauenvereins gewählt, dessen Vorstand sie schon seit 1912 angehörte. 1919 wurde sie zum ersten Mal in das Bernburger Stadtparlament gewählt. Sie hatte auf dem zweiten Platz der bürgerlichen Liste Richter kandidiert. Auch 1921 und 1924 kandidierte sie wieder erfolgreich auf dem Listenplatz 2 der Vereinigten Bürgerliste bzw. der Liste Volksgemeinschaft. Als gewählte Stadtverordnete arbeitete sie in den Bereichen Fürsorge, Schule und Gesundheitsversorgung in verschiedenen Ausschüssen. Im Mai 1927 legte sie aus unbekannten Gründen ihr Stadtverordnetenmandat nieder.
Frieda Wimmer blieb weiterhin die Vorsitzende des Vaterländischen Frauenvereins und blieb in dieser Funktion Mitglied des städtischen Fürsorge-Ausschusses. Im Herbst 1933 setzte sie mit neuen Statuten durch, dass jüdische Frauen aus dem Verein austraten. Über ihren weiteren Lebensweg ist nichts bekannt. Frieda Wimmer starb am 3. November 1949 in Bernburg.

 

Quellen:
-Stadtarchiv Bernburg: 06-0519 Jugendwohlfahrt 1928–1936; 06-0782 Gemeinde-Ratsprotokolle 1921-1925; Heiratsregister 1905-0168; Sterberegister 1949-0889; 06-0768 Vaterländischer Frauenverein 1905–1933

Letzte Änderung: 03.10.2025 -
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