Hausfrauenverein Schönebeck

Über den Hausfrauenverein Schönebeck ist nur wenig bekannt, da keine städtische Akte zu diesem Verein überliefert ist. Im Zuge der Stadtverordnetenwahl 1929 tritt der Verein jedoch als kommunalpolitischer Akteur in Erscheinung, da dieser zusammen mit den "Haus- und Grundbesitzern" eine eigene Liste aufgestellt hatte. Auf dieser kandidierten Elisabeth Manzek, Paula Sachsenberg und Elsa Wulfert für die Stadtverordnetenversammlung, zogen ihre Kandidaturen jedoch kurzfristig zurück. Die Gründe sind nicht bekannt. In diesem Vorgang korrespondierte die Vorsitzende Elsa Wulfert über ihre Privatadresse Breiteweg 65. Elsa Wulfert hatte schon bei der ersten Stadtverordnetenwahl 1919 für die bürgerliche Liste "Jährling" kandidiert, jedoch auf dem aussichtslosen 25. Listenplatz. Über Elsa Wulfert und Paula Sachsenberg ist nichts weiter bekannt. Elisabeth Manzek war die Ehefrau des Schuldirektors und Heimatforschers Ernst Manzek, den sie 1907 in Magdeburg geheiratet hatte. Sie wurde für die Wahl 1929 als Kandidatin bei der Bürgerlichen Einheitsliste aufgenommen, erhielt jedoch kein Mandat. Elisabeth Manzek kandidierte 1932 noch einmal erfolglos für die Stadtverordnetenversammlung, in diesem Falle auf der Liste der DNVP.

 

Quellen:

- Stadtarchiv Schönebeck: NZB 962 Stadtverordnetenwahl am 17. November 1929; Sterberegister Nr. 124/1941; Personenauskunft durch das Stadtarchiv Schönebeck
- Manzek, Ernst, in: Magdeburger Biographisches Lexikon

Letzte Änderung: 24.01.2026 -
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