Frieda Rappsilber (1857-1941)
Johanne Marie Friederike ("Frieda") Rappsilber, geb. Bauersfeld wurde am 5. November 1857 in Kelbra (Kreis Sangerhausen) geboren. 1885 heiratete sie den Maurer Gustav Rappsilber, mit dem sie mindestens ein Kind hatte. Sie wohnten in der Rudolf Haym-Straße 20.
Über Frieda Rappsilber ist wenig bekannt. Sie kandidierte für die erste Stadtverordnetenwahl in Halle am 2. März 1919. Sie stand auf der Liste der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) auf dem 20. Platz. Hier war ihr Beruf als "Kontoristin" (kaufmännische Angestellte) angegeben. Frieda Rappsilber erhielt ein Mandat, das sie jedoch nur sehr kurzzeitig ausüben konnte, da die Wahl für ungültig erklärt wurde. Zur Wiederholungswahl am 27. April 1919 trat sie erneut an, stand jedoch auf dem 55. Platz so schlecht platziert, sodass sie kein Mandat mehr erhielt. Über das weitere politische Engagement von Frieda Rappsilber ist nichts bekannt. Zu überregionalen Wahlen trat sie nicht an. Sie starb am 19. Januar 1941 in Halle.
Quellen:
- Courage e.V. Halle (Hg.): "Der Staat ist, was seine Frauen sind". Hallenser Parlamentarierinnen in der Zeit der Weimarer Republik (1918–1933), Halle/Saale 2003, S. 80
- Stadtarchiv Halle: Sterberegister Nr. 291/1941
- Adressbuch der Stadt Halle, 1919