Emma Dünkler (o.D.)

Emma Dünkler, deren Lebensdaten nicht ermittelt werden konnten, engagierte sich spätestens in der Revolution von 1918/19 politisch. Sie war in der Frauenkommission der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USDP) aktiv und wandte sich im Dezember 1918 unter anderem zusammen mit Anna Brock, Berta Leffler und Anna Zäuner im Namen der Frauenkommission an alle Arbeiterinnen Weißenfels', sich politisch zu engagieren. Emma Dünkler kandidierte zur ersten Stadtverordnetenwahl am 23. Februar 1919 auf dem 36. Listenplatz der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD). Aufgrund dieser schlechten Platzierung erhielt sie zunächst kein Stadtverordnetenmandat. Sie wurde jedoch später nachnominiert und rückte 1923 ins Stadtparlament nach. Über ihre kurzzeitige Tätigkeit als Stadtverordnete ist nichts Spezifisches bekannt. Während alle oben genannten "Genossinnen" von Emma Dünkler mit der Vereinigung von großen Teilen der USDP mit der Kommunistischen Partei (KPD) zu dieser übertraten, wandte sich Emma Dünkler der 'alten' Sozialdemokratischen Partei (SPD) zu. Zur nächsten Stadtverordnetenwahl am 4. Mai 1924 trat sie für die SPD in Weißenfels an. Jedoch war sie auch hier auf dem 19. Rang so schlecht platziert, dass sie kein Mandat erhielt. Wie Emma Dünkler sich weiterhin politisch engagierte, konnte nicht ermittelt werden.

 

Quellen:
- Stadtarchiv Weißenfels: Personenauskunft; A II 881 Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung 1919
- Elke Stolze: Die weiblichen „Herren Abgeordneten“. Politikerinnen der Region Sachsen-Anhalt 1918-1945, Halle/Saale 2007, S. 120

Letzte Änderung: 03.11.2025 -
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