Agnes Schulze (1879–1954)
Agnes Schulze (geb. Wiegel) wurde am 15. Januar 1879 in Osterweddingen geboren. 1902 heiratete sie den Maurer Adolf Hermann Schulze. Agnes Schulze war als Arbeiterin in einer Schuhfabrik tätig. Das Paar hatte zwei Kinder. Sie wohnten in der Nikolaistraße 1.
Agnes Schulze kandidierte 1924 das erste Mal für die Sozialdemokratische Partei (SPD) für die Burger Stadtverordnetenversammlung. Da sie auf dem 19. Listenplatz nicht sehr aussichtsreich platziert war, erhielt sie nach der Direktwahl kein Mandat. Sie rückte jedoch im Dezember 1925 nach. Nach Ablauf der Wahlperiode kandidierte sie 1929 nicht erneut. Allerdings stand sie zur Wahl am 12. März 1933 wieder auf der SPD-Liste (Platz 10) und wurde als einzige Sozialdemokratin gewählt. Sie nahm nachweisbar noch an mindestens der ersten Sitzung des Stadtparlaments teil, wenngleich die politische Verfolgung durch die Nationalsozialisten bereits massiv eingesetzt hatte. Über ihren weiteren Weg ist nichts bekannt. Agnes Schulze starb am 25. Februar 1954 in Burg.
Quellen:
- Kreisarchiv Jerichower Land: Heiratsurkunde B Nr. 182/1902; Sterbeurkunde Nr. 136/1954; B66 b Nr. 19 Stadtverordnetenwahl 1924; B66 Nr. 41a Stadtverordnetenwahl 1933
