Berta Leffler (o.D.)
Berta Leffler war verheiratet und wohnte in der Lutherstraße 8. Ihre Lebensdaten sind nicht bekannt.
Berta Leffler war spätestens seit der Revolution 1918 in der Weißenfelser Frauenkommission der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) aktiv. Zur ersten Stadtverordnetenwahl am 23. Februar 1919 kandidierte Berta Leffler als bestplatzierte Frau auf dem 6. Listenplatz der Liste Junghans (USPD) und wurde direkt ins Weißenfelser Stadtparlament gewählt. Sie kandidierte außerdem erfolgreich für den Arbeiterrat in Weißenfels. Zur Stadtverordnetenwahl 1924 kandidierte sie erneut, dieses Mal auf dem 13. Listenplatz der Kommunistischen Partei (KPD), die sich mit der USPD zusammengeschlossen hatte. Berta Leffler erhielt zunächst kein Mandat, konnte jedoch durch Nachrücken im Dezember 1924 ein zweites Mal ins Stadtparlament einziehen. Berta Leffler übernahm zahlreiche Berichterstattungen aus verschiedenen Themenbereichen. Sie war in der Abteilung für Geldwesen, in der Abteilung für Armensachen und in der Abteilung für Schlussrechnungswesen tätig, sowie ab 1924 in der Abteilung für Gesuche und Geschäftsordnung. Im November 1927 legte sie in einer Protestaktion gegen eine stadtplanerische Entscheidung der bürgerlichen Mehrheit zusammen mit den Stadtverordnetenkolleg:innen der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und der Wirtschaftlichen Vereinigung ihr Mandat nieder.
Zur nächsten Kommunalwahl am 17. November 1929 kandidierte Berta Leffler erneut, stand jedoch auf dem 19. Listenplatz zu schlecht platziert, um erneut ein Mandat zu erhalten. Über ihren weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.
Quellen:
- Stadtarchiv Weißenfels: A II 904 Stadtverordneten-Versammlung (Beschlüsse) 1919/1; A II 914 Beschlüsse der Stadtverordneten-Versammlung 1925
- Weißenfelser Tageblatt
- Elke Stolze: Die weiblichen „Herren Abgeordneten“. Politikerinnen der Region Sachsen-Anhalt 1918-1945, Halle/Saale 2007, S. 120
