Charlotte Bölke (1904-1982)

Charlotte Friederike Wanda Bölke (geb. Behrendt) wurde am 25. Oktober 1904 in Halle geboren. Sie heiratete 1928 den Schriftsetzer Otto Bölke. Charlotte Bölke war als Näherin tätig. Das Ehepaar wohnte unter der Adresse Röderberg 11. Über Kinder ist nichts bekannt.
Charlotte Bölke war Mitglied der Kommunistischen Partei (KPD) und in der Frauenabteilung der KPD im Parteibezirk Halle-Merseburg tätig. Sie kandidierte zur Stadtverordnetenwahl am 12. März 1933 und zog zusammen mit Hildegard Lehmann und zehn weiteren KPD-Genossen offiziell in die Stadtverordnetenversammlung ein. Den Kommunist:innen wurden ihre Mandate jedoch am 7. April 1933 entzogen. Nach späterer Auskunft von ihr selbst und Weggefährt:innen beteiligte sich Charlotte Bölke 1933 an der illegalen Arbeit und war während der NS-Zeit Repressionen ausgesetzt. Sie wurde mehrfach verhört, jedoch nie inhaftiert.
Nach 1945 wurde Charlotte Bölke Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei (SED) und war unter anderem im Demokratischen Frauenbund Deutschlands (DFD) tätig. Sie starb am 22. März 1982 in Halle.

 

Quellen:
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt: LASA K6-1 Nr. 577 VdN Betreuungsakte
- Stadtarchiv Halle: A 2.1/3 H 1928/3 Heiratsregister Nr. 590/1928

Letzte Änderung: 30.09.2025 -
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